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Kundalini–Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nord- Indien in den Westen gebracht. Es ist ein in vielen Übungen dynamisches Yoga und richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie.
Kundalini – Yoga ist eine in vielen Übungen dynamische Form des Yoga, die sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie richtet. Es setzt sich zusammen aus Körperübungen (Asanas), einer intensiven Atemführung (Pranayama), Meditation (Dhyan), singen von Mantren und einer Phase tiefer Entspannung.

Asanas

Es gibt ca. 50 Basishaltungen mit vielfachen Variationen. Ihre möglichst korrekte und konzentrierte Ausführung kräftigt die Muskulatur und die inneren Organe. Verspannungen und Ablagerungen können abgebaut werden, Nerven- und Immunsystem werden gestärkt. Um die Aufmerksamkeit ganz bei sich zu haben, werden die Asanas meist mit geschlossenen Augen und der Konzentration im sogenannten „Dritten Auge“ (einem Punkt zwischen den Augenbrauen) durchgeführt.
Pranayama
Während aller Körperübungen wird der Atem bewusst geführt. Bewusstes Atmen lässt uns unsere Lebenskraft und unser Lebensgefühl stärker spüren. Die zwei wichtigsten Atemführungen im Kundalini – Yoga sind der lange tiefe Atem und der Feueratem. Der lange tiefe Atem wirkt sehr entspannend, während der Feueratem dem Körper Energie zuführt und einen den Körper stark reinigenden Effekt hat.
Dhyan
Meditation hat zum Ziel, unsere Gedanken, unseren Geist zu entspannen und innerlich zur Ruhe zu kommen. Da wir Gedanken nicht einfach anhalten können, richten wir unsere Konzentration auf bestimmte Körperpunkte oder Wörter, die Mantren (Man=Geist, Tra=Projektion). Ein Mantra kann gedacht, gesprochen, gesungen und auch durch Bewegung begleitet werden. Die unterschiedlichen Formen der Meditation im Kundalini - Yoga reinigen den Geist und können Wege öffnen, den Zugang zur inneren Stimme, zum inneren Selbst zu finden.
Jede Unterrichtsstunde beginnt mit dem Singen des Adi- (Anfangs-) Mantras:
Ong Namo Gurudev Namo Ich begrüße die kosmische Energie und den erhabenen Weg zum Licht (Gu= Dunkel, Ru= Licht)
Ein unterrichtsbegleitendes, oft in der Stille gedachtes Mantra ist:
Sat Nam (Sat= Wahrheit, Nam= Identität)
Beendet wird der Unterricht mit einem gesungenen Mantra, das uns als schöne Affirmation die ganze Woche über begleiten kann:
May the long time sun shine upon you All love surround you And the pure light within you Guide your way on.
Lass die ewige Sonne auf dich scheinen, Liebe dich umhüllen Und das reine Licht in deinem Innern Weise dir den Weg.

Was noch zu beachten ist: -2 Stunden vor dem Unterricht nichts mehr essen (macht träge und kann bei einzelnen Übungen und bei Feueratem zu Übelkeit führen. -Vor, während und nach dem Yoga viel klares Wasser trinken (unterstützt den Reinigungsprozess des Körpers) -Bei körperlichen Problemen, wie z.B. Schäden an der Wirbelsäule, ist die Absprache mit dem Arzt erforderlich -Jede/r Yoga-SchülerIn trägt selbst die Verantwortung für den eigenen Körper und beachtet bei den Übungen die eigenen Grenzen.
Kundalini – Yoga ist kein Leistungssport, sondern ein Sich-auf-den-Weg-machen zu sich selbst.
Sat Nam
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